Erfolgreichste Filme 2009: Avatar bis Ice Age

Rekordjahr für die Kinos dank Streifen wie "Transformers 2"

30.12.2009 Rainer Innreiter

Von wegen Krise: 2009 war ein Rekordjahr für Hollywood-Filme. "Transformers - Die Rache", "Harry Potter" & Co wurden zu Blockbustern und erzielten weltweit Kassenrekorde.

Für die amerikanische Filmindustrie bewahrheitete sich die Binsenweisheit, wonach Menschen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Zerstreuung in den Kinos suchen. 2009 erzielte Hollywood ein Rekordjahr: Alleine in den USA wurden mit Kinotickets mehr als 10 Milliarden US-Dollar umgesetzt! Aber auch international ließen Hollywood-Streifen die Kinokassen süßer als Weihnachtsglocken klingen.

Die zehn erfolgreichsten Filme 2009 im Überblick

Die erfolgreichsten Filme des Jahres stammten zwar allesamt aus den USA, doch inmitten der wenig überraschenden Blockbuster wie „Harry Potter und der Halbblutprinz“ platzierten sich Filme, mit deren Erfolg kaum einer gerechnet hätte, in der Liste der beliebtesten Filme des Jahres. Nachfolgend starten wir einen Countdown der umsatzstärksten und somit erfolgreichsten Filme des Kinojahres 2009. Vorhang auf!

10: „Nachts im Museum 2

Das unvermeidliche Sequel des Kinohits 2006 „Nachts im Museum“ wurde zwar von den meisten Kritikern genüsslich auseinander genommen. Doch dem Publikum war es egal: Der familienfreundliche Spaß lukrierte weltweit über 400 Millionen Dollar und bewies, dass Ben Stiller zu Recht als Hollywoods Goldesel gilt. Hinter dem dauerquasselnden Esel aus „Shrek“, versteht sich …

9: „Hangover

Zweifellos stellt „Hangover“ den Sensationshit des Jahres 2009 dar: Die günstig produzierte Komödie um ein männliches Junggesellen-Quartett, das in Las Vegas mit den Folgen einer durchzechten Nacht konfrontiert wird, spielte fast eine halbe Milliarde Dollar ein und sorgte weltweit für Lachkrämpfe in den Kinosälen. Ob die für 2011 angekündigte Fortsetzung ähnliche Begeisterung hervorrufen wird können? Falls nicht, bleibt ja immer noch der Griff zur Flasche des Vergessens …

8: „Illuminati“

Tom Hanks in einer Dan-Brown-Verfilmung – was kann da schief laufen? Gar nichts, zumindest was die Einspielergebnisse anbelangt. Eine halbe Milliarde Dollar weltweit spielte die Bestseller-Adaption ein, was zwar unter den Erwartungen, aber noch über den offiziellen Kritiken lag. Diese fielen nämlich angesichts der wenig spannenden Schnitzeljagd großteils vernichtend aus. Oder waren die Kritiker vielleicht Teil einer medialen Verschwörung gegen die Illuminati?

7: „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“

Was in der deutschen Übersetzung eher nach Horrorkomödie klingt, erweist sich als eines der lukrativsten Jugendphänomene der letzten Jahrzehnte. Stephenie Meyers „Twilight“-Romane rund um die Liebesgeschichte zwischen einem attraktiven Vampirjungen und einer gleichfalls attraktiven jungen Dame entwickeln sich zu einem ähnlichen Erfolg wie die „Harry Potter“-Romane. Die bis den Verfilmungen unbekannten Schauspieler Kristen Stewart und Robert Pattinson avancierten quasi über Mitternacht zu Superstars.

Auch „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ verzückte die vor allem weiblichen Zuschauer und saugte rund 700 Millionen Dollar aus den Kinokassen.

6: „Oben“

Ein erfolgreicher Computeranimationsfilm? Aus dem Hause Pixar? Zugegeben: Diese Konstellation überrascht wohl niemanden. Doch anstatt auf niedliche, sprechende Tiere setzte „Oben“ auf einen ungewöhnlich ernsthaften Plot. Mit 700 Millionen Dollar weltweit lief „Oben“ zwar den Fischen aus „Findet Nemo“ nicht den Rang ab, konnte sich aber auf dem respektablen fünften Rang der Bestenliste platzieren.

Und wer weiß: Vielleicht löste das Abenteuer rund um den grantigen Senior Carl eine Welle ähnlicher, mit den Problemen des Alters handelnde Filme aus? Sollte Harrison Ford zum fünften Mal den Schlapphut aus „Indiana Jones“ aufsetzen, wäre er längst reif fürs Altersheim und könnte das Geheimnis um den verschlossenen Medizinschrank lösen oder einen Kampf gegen den „Stempel des Todes“ („Verstorben“) aufnehmen …

5: „2012

Haben die Maya tatsächlich für das Jahr 2012 den Untergang der Menschheit prophezeit? Oder das Einspielergebnis von über 700 Millionen Dollar für Roland Emmerichs Katastrophenthriller vorhergesehen? Wie auch immer: Der umstrittene schwäbische Spielberg ließ mit „2012“ sogar seinen ans Selbstparodistische grenzenden „10.000 B.C.“ vergessen. Während das Special-Effects-Gewitter ausgerechnet in den USA auf wenig Interesse stieß, stürmten vor allem Europäer und Asiaten die Kinos und bescherten dem Film einen überwältigenden Erfolg.

Für den Fall eines Weiterbestehens der Welt über 2012 hinaus, plant Emmerich unter anderem einen Film über den Pharao Tutenchamun. Ob sich dieser in dem Streifen als Außerirdischer entpuppen wird, ist noch unbekannt.

4: „Transformers - Die Rache

Mit „Transformers – Die Rache“ entfesselte Michael Bay einen Sturm an Spezialeffekten, Roboterkämpfen und tiefen Megan-Fox-Ausschnitten über den Zuschauer, dem sich kaum jemand entziehen konnte. Schlussendlich reichte es mit über 800 Millionen Dollar an Einspielergebnisse für Platz 4 im Top-10-Ranking der erfolgreichsten Filme des Jahres. An den US-Kinokassen war der Actionkracher die klare Nummer 1 des Jahres.

Zweifellos wird Michael Bay das eine oder andere Sequel folgen lassen. Deren Erfolg sollte reine Transformer-Sache sein …

3: „Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los“

Sprechende Tiere, Dinosaurier und ein Säbelzahneichhörnchen auf Speed – eine unwiderstehliche Mischung! „Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los“ beweist, dass die Eiszeit auch ihre lustigen Seiten hatte. Zwar verzichtet der inzwischen dritte „Ice Age“-Film auf einfühlsame Charakterisierungen, wie sie in Teil 1 verwirklicht wurden, und setzt auf unterhaltsame Action, einen anspruchslosen Plot wie auch absurde Gags. Dem Publikum war es egal: Der kinder-, jugend- und erwachsenenfreundliche Urzeitspaß war der außerhalb der USA erfolgreichste Film des Jahres und erzielte insgesamt fast 900 Millionen Dollar an den Kinokassen. Eine Summe, für die Scrat eine ganze Menge Nüsse kaufen könnte …

2: „Harry Potter und der Halbblutprinz“

Mächtig viel Schotter dank Harry Potter: Der – angeblich – drittletzte Film der an Popularität kaum zu überbietenden Filmreihe erwies sich als zweitgrößter Kinohit des Jahres 2009. „Harry Potter und der Halbblutprinz“ schrammte nur knapp am Einspielergebnis von einer Milliarde Dollar vorbei. Und es müsste schon mit Voldemort zugehen, sollten nicht die weiteren Abenteuer des Zauberers gleichfalls die Spitzen der Kinocharts erklimmen …

1: „Avatar

Der Kinohit des Jahres 2009!

Eine halbe Milliarde Dollar sollen gerüchteweise die Produktionskosten für James Camerons „Avatar“ betragen haben. Eine Kleinigkeit angesichts der gigantischen Einspielergebnisse: Als einziger Film des Jahres 2009 übersprang "Avatar" die magische Einspielgrenze von 1 Milliarde Dollar.

Erstmals in der Filmgeschichte überzeugte ein in 3D gedrehter Streifen das Publikum und riss sogar viele Kritiker zu Jubelstürmen hin. Zwar wirkt die Hintergrundgeschichte wie ein Science-Fiction-Remake von „Pocahontas“. Doch einmal mehr bewies der in so unterschiedlichen Genres wie Science Fiction, Agentenfilm oder Historiendrama tätige Kanadier ein goldenes Händchen für Geschichten, die das Publikum liebt.

Auch privat liebt er es abwechslungsreich und ist zum bereits fünften Mal verheiratet … (Stand: 2009)

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