Top 10 der Kinoflops: Hollywoods Alpträume!

Von "Stealth" bis "A Sound Of Thunder": Filme, die Desaster wurden

12.09.2009 Rainer Innreiter

"Harry Potter" und "Spiderman" lassen die Kinokassen klingeln. Doch nicht allen Filmen ist es beschieden, zum Leinwandhit zu werden, wie "Final Fantasy" & Co beweisen.

Millionenschwere Budgets, umschwärmte Stars, enorme Werbekampagnen und Presserummel sorgen für Blockbuster wie „Harry Potter“, „Herr der Ringe“ oder „Spiderman“. Jedenfalls meistens, denn manchmal gerät der sicher scheinende Kinohit zum finanziellen Desaster für die produzierenden Studios.

Während „Titanic“, „The Dark Knight“ oder „Jurassic Park“ Rekordeinnahmen erzielten und selbst Jahre, nachdem sie im Kino liefen, für Gesprächsstoff und weitere Erlöse sorgen, fristen die größten Filmflops ein Außenseiterdasein. Ob diese Leinwandwerke zu Recht oder Unrecht vom Publikum verschmäht wurden, sei dahingestellt.

Ehe nachfolgend aufgedeckt wird, welche Filme als die größten Verlustbringer gelten, raten Sie doch einfach, welche Streifen Sie neben „Stealth" und „A Sound Of Thunder“ auf der Liste der Top-10-Flops erwarten würden. Kevin Costners von der Kritik versenktes Weltuntergangsspektakel „Waterworld“? Das berüchtigte „Alone In The Dark“ von Uwe Boll? Oder gar Oliver Stones in Schönheit erstarrtes Monumentalepos „Alexander“?

Lesen und staunen Sie selbst, welche Filme den jeweiligen Produzenten heute noch Alpträume und Gänsehaut bereiten!

Platz 10: „Windtalkers“

Da half John Woo auch ein Nicolas Cage in der Hauptrolle nichts: Sein vor Klischees triefendes Weltkriegspathos fand weder in den USA, noch in Europa oder Asien die Gunst des Publikums und wurde wie Staub im Wind aus den Kinosälen geblasen.

Platz 9: „A Sound Of Thunder“

Die Zutaten für einen Hit waren vorhanden: Ein üppiges Budget, Regie-Veteran Peter Hyams, Ben Kingsley in einer der Hauptrollen und als Basis eine der berühmtesten und populärsten Science-Fiction-Geschichten überhaupt. Doch bei „A Sound Of Thunder“ ging alles schief: Beginnend beim Drehbuch, das mit der gleichnamigen Kurzgeschichte aus der Feder von Ray Bradbury kaum noch etwas gemeinsam hatte, über die größtenteils misslungenen Spezialeffekte bis hin zu Ben Kingsleys grotesker Perücke. Der Rest war Schweigen …

Platz 8: „The Alamo“

Eines der berühmtesten US-Heldenepen wurde 2004 wieder einmal verfilmt. Der betriebene Aufwand und der Einsatz von Stars wie Billy Bob Thornton als legendärer Davy Crocket halfen nichts: Die Verteidigungsschlacht der Texaner gegen angreifende Mexikaner erschien in Deutschland direkt auf Video.

Platz 7: „Sahara“

Dass zu viele Köche den Brei verderben, hätte auch Bestsellerautor Clive Cussler wissen müssen. Mehrere Drehbuchautoren arbeiteten am Script, was man dem fertigen Film auch ansieht. Selbst Matthew McConaugheys Waschbrettbauch und Penelope Cruz’ schmachtender Blick rissen das Machwerk nicht aus der wüstenähnlichen Trostlosigkeit des Plots heraus.

Platz 6: „Evan Allmächtig“

Die Fortsetzung des Jim-Carrey-Hits „Bruce Allmächtig“ war zwar teuer in der Produktion, geizte jedoch beim Drehbuch. Die stark religiös angehauchte Story lockte die Zuschauer nicht wie weiland die Tiere an Bord der Arche ins Kino. Selbst Morgan Freeman konnte da als Gott keine Wunder bewirken.

Platz 5: „Der 13te Krieger“

John McTiernan („Stirb langsam“, „Predator“) verfilmte einen Bestseller von Michael Crichton und gewann Frauenschwarm Antonio Banderas für die Hauptrolle. Was konnte da noch schiefgehen? Nun: „Der 13te Krieger“ gibt die Antwort …

Platz 4: „Final Fantasy: Die Mächte in dir“

Die Mächte waren nicht gerade mit den Produzenten des ersten vollständig computeranimierten Kinofilms mit menschlichen Darstellern. Visuell grandios und szenenweise atemberaubend, geriet das auf der Computerspielreihe „Final Fantasy“ basierende Werk zum Megaflop 2001.

Platz 3: „Pluto Nash – Im Kampf gegen die Mondmafia“

Fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit lief 2002 Eddy Murphys SF-Komödie nur kurz in den Kinos. 100 Millionen Dollar kostete das witz- und geistlose Spektakel im Kampf gegen jegliche Form der Unterhaltung.

Platz 2: „Stealth – Unter dem Radar“

Eine Art inoffizielle, sündteure Fortsetzung von „Top Gun“, die trotz patriotischer Untertöne nicht einmal in den USA ein breites Publikum fand. Von der an den Haaren herbeigezogenen Handlung, schwachen Dialogen oder diversen Ungereimtheiten konnte nicht einmal Jessica Biels hübsches Gesicht ablenken. „Stealth“ flog unter dem Radar der Zuschauer, geriet jedoch ins Schussfeld der Kritik, die den Streifen genüsslich zerlegte.

Platz 1: „Stadt, Land, Kuss“

Was verdiente Stars wie Warren Beatty, Charlton Heston, Nastassja Kinski oder Goldie Hawn dazu bewogen hat, in dieser höchstens unfreiwillig komischen Farce aufzutreten, ist nicht bekannt. Ob in der Stadt oder am Land wohnend: Die Zuschauer erweckten diesen cineastischen und finanziellen Bauchfleck jedenfalls nicht mit einem Kuss zum Leben.

Quelle: www.thenumbers.com

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